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Palästinensischer Bürger Israels in Auseinandersetzung mit israelischer Polizei erschossen

PNN/ Kafr Qasim/

Ein 21-jähriger palästinensischer Bürger Israels wurde am Montagabend von einem Israeli in der mehrheitlich arabischen Stadt Kafr Qasim während heftiger Zusammenstöße erschossen.

Micky Rosenfeld, eine Sprecherin der israelischen Polizei, soll sich nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma’an News Agency zu dem Vorfall geäußert haben. Demnach sollen die Auseinandersetzungen ausgeartet sein, als die israelische Polizei einen Palästinenser „zur Befragung festnehmen“ wollten. Jugendliche sollen daraufhin mit Steinen geworfen und einen weiteren „Verdächtigen“ festgenommen haben.

Dem lokalen Newsoutlet Arab48 zufolge hatten sich die Jugendlichen gesammelt, um ihr Missfallen am polizeilichen Scheitern, die hohe Kriminalität in Kafr Qasim zu bekämpfen, auszudrücken. Die israelische Polizei habe Tränengas, Blendgranaten und gummibeschichtete Stahlgeschosse auf die Menschenmenge geschossen.

Als sich ein privater Sicherheitswächter „in einer lebensbedrohlichen Situation“ sah, schoss er auf die Menge, was dazu führte, dass zwei verletzt wurden. Der 21-jährige Mohammad Taha wurde kurz darauf im Beilinson Krankenhaus in Petah Tikva für tot erklärt.

Die aufgebrachte Menge soll im Verlauf der Auseinandersetzungen, die bis spät in die Nacht andauerten, drei Polizeiautos in Brand gesetzt haben, wobei ein Polizist nach Angaben der israelischen Tageszeitung The Jerusalem Post „leicht verletzt“ wurde.

Das Arab Higher Committee of Representatives of Palestinian Citizens of Israel hat für den Mittwoch zu einem Generalstreik in allen mehrheitlich palästinensischen Städten in Israel und für Donnerstag und Samstag zu Protesten aufgerufen.

Mohammad Taha ist der 28 Palästinenser, der seit Beginn des Jahres durch israelische Hand getötet wurde. Seine Beerdigung ist für den Dienstagnachmittag angesetzt.