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PA stoppt Zahlungen an palästinensische Ex-Gefangene

PNN/ Ramallah/

Das palästinensische Finanzministerium in Ramallah stellt diversen Berichten zufolge seine Zahlungen an mehr als 200 ehemals in israelischen Gefängnissen inhaftierte, palästinensische Gefangene ein.

In einem Interview mit der Quds Press International News Agency gibt der Sprecher des Palestinian Committee for Prisoners and Ex-Prisoners Affairs‚, Hassan Abed Rabbo, bekannt, dass das palästinensische Finanzministerium ohne Gründe zu nennen, seine Zahlungen an 277 palästinensische Ex-Gefangene eingestellt hat. Das Komitee habe zu dieser Angelegenheit einige Beschwerden erhalten.

Im Gazastreifen haben gestern, ebenfalls zu dieser Angelegenheit, Ex-Gefangene eine Konferenz abgehalten, in der sie betonten, dass es sich bei den Zahlungen um „ein Recht, das nicht verletzt werden sollte,“ handle. Sie forderten die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) dazu auf, diese Entscheidung zurückzuziehen.

„Die Entscheidung der PA die Zahlungen an Ex-Gefangene einzustellen, ist eine unfaire Entscheidung und ein offensichtlicher Angriff auf die Gefangenen und des Rechtes deren Familien ein würdevolles Leben zu führen, und kommt als Antwort auf israelische und amerikanische Forderungen“, so Abdel Rahman Shadeed, der als ehemaliger Gefangener im Namen aller Ex-Gefangenen sprach. Er fügte hinzu, dass die Gefangenen ihre Rechte mit allen verfügbaren Mitteln verteidigen werden.

Im April hatte Israels Premierminister Benjamin Netanyahu die PA aufgefordert, die Zahlungen an die Familien palästinensischer Gefangener in israelischen Gefängnissen einzustellen.