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Israelische Kräfte erschießen Palästinenser in vermeintlicher Messerattacke

PNN/ Ramallah/

Israelische Kräfte haben Dienstagnachmittag einen Palästinenser in der Nähe vom Qalandiya Militärcheckpoint im besetzten Westjordanland bei Ramallah erschossen. Dieser soll angeblich versucht haben einen israelischen Soldaten zu erstechen.

Ein Sprecher der israelischen Armee äußerte sich in einer Stellungnahme zu dem Vorfall. Nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma’an News Agency soll demnach „ein Angreifer mit einem Messer bewaffnet kurz nach 17 Uhr versucht haben israelische Kräfte zu erstechen. Als Antwort auf die unmittelbare Gefahr haben die Kräfte auf den Angreifer geschossen und ein Treffer wurde bestätigt“.

Der israelischen Tageszeitung Haaretz zufolge soll es der 23-jährige Palästinenser aus dem palästinensischen Dorf al-Azarya geschafft haben einen äußeren Zaun eines Außenposten der israelischen Armee in der Nähe vom Dorf a-Ram, südlich von Jerusalem zu überqueren. Ein Soldat soll den Palästinense in Begleitung mit zwei weiteren Soldaten im inneren Hof gesichtet haben, und ihn dann erschossen haben. Es werde eine Ermittlung eingeleitet, um herauszufinden, wie der Palästinenser es geschafft hat den Zaun zu überqueren.

Ynetnews, eine israelische Nachrichten-Webseite, berichtet, dass die Soldaten einen Routinecheck nördlich von Jerusalem nahe des Adam Platzes in Benjamin durchgeführt haben, als die Soldaten den möglichen Angreifer haben erschiessen können – noch bevor dieser irgendjemanden hat verletzten können. Der Angreifer soll kurze Zeit später seinen Wunden erlegen sein.

Bei dem Vorfall wurde kein Israeli verletzt.

Das palästinensische Gesundheitsministerium identifizierte den 23-jährigen Palästinenser als Bahaa Imad Samir al-Harbi aus dem Dorf al-Azarya in der Nähe zu Ramallah im besetzten Westjordanland.

Mit al-Harbi wurden seit Beginn des Jahres bereits 34 Palästinenser durch israelische Hand getötet.