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Hoher Kommissar für Menschenrechte Zeid Ra'ad al-Hussein

Ein Ende der israelischen Besetzung wird beiden Seiten gut tun

PNN/ Genf/

Zeid Ra’ad al-Hussein, Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, hatte in der Eröffnungsrede zu einer dreiwöchigen Sitzung des Menschenrechtsrates in Genf in der Schweiz gesagt, dass sowohl Israel als auch Palästina von einem „Abzug Israels aus den besetzten Gebieten nach fünfzig Jahren“ profitieren würden.

Im Sechstagekrieg, den Israel durch einen Überraschungsangriff auf die syrische, jordanische und ägyptische Luftwaffe am 10. Juni 1967 gewinnen konnte, hatte Israel binnen sechs Tagen, die Golanhöhen, Ost-Jerusalem, das Westjordanland, Gaza und die Sinai-Halbinsel erobert. Heute wollen Palästinenser einen Staat im Westjordanland und Gaza mit Ost-Jerusalem als seine Hauptstadt – die letzten Friedensverhandlungen wurden aber 2014 eingestellt.

Palästinenser kennzeichnen nun, so al-Hussein in seiner Rede, „ein halbes Jahrhundert des tiefen Leidens aufgrund einer Besetzung, die durch militärische Gewalt auferlegt wird“ und geprägt von „systematischen“ Verletzungen internationalen Rechtes sei. Israelis hätten auch Freiheit frei von Gewalt verdient. „Erhaltet die Besetzung aufrecht und für beide Völker wird sich nur eine Verlängerung des immensen Schmerzes abzeichnen“, fügte al-Hussein hinzu.

Heute leben rund 350.000 israelische Siedler in Siedlungen im Westjordanland. Die Siedlungen werden von diversen Ländern, NGOs und der UNO als illegal eingestuft. Israel jedoch bestreitet dies und verweist auf Sicherheitsbedenken oder historische, biblische und politische Verbindungen zu diesem Land im Westjordanland und Ost-Jerusalem.

Palästinenser sehen die illegalen Siedlungen und den von Israel über Jerusalem, inklusive Ost-Jerusalem, erhobenen Status als „unteilbare Hauptstadt Israels bis in alle Ewigkeit“ als eine der größten Hindernisse zu einem möglichen, eigenen Staat Palästina.

Ein israelischer Rückzug aus den besetzten Gebieten würde der fünfzig Jahre alten Feindschaft der beiden Völker helfen, so der Hohe Kommissar für Menschenrechte.

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