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Zusammenfassung des 37. Tages des Massen-Hungerstreiks

PNN/ Ramallah/

Das Media Committee of the Commission of Detainees and Ex-Detainees Affairs and the Palestinian Prisoners’ society präsentiert seine Zusammenfassung des 37. Tages des Massen-Hungerstreiks, der von der Gefangenen-Bewegung in israelischen Gefängnissen unter dem Titel „Freiheit und Würde“ am 17. April 2017 ins Leben gerufen wurde.

Die Gefangenen führen ihren Freiheits- und Würdekampf in israelischen Gefängnissen mit der Forderung nach grundlegenden Rechten, die von der Gefängnisadministration missachtet werden, fort. In der Vergangenheit konnten Gefangene diverse Forderungen durch Hungerstreiks mehrfach erlangen. Die prominentesten Forderungen des derzeit laufenden Hungerstreiks beinhalten die Abschaffung Israels berühmt-berüchtigter Politik der Administrativhaft, die Abschaffung der Politik der Isolationshaft, die Beendigung Familien- und Anwaltsbesuche zu verbieten, bessere medizinische Behandlung in Israels Gefängnissen, sowie weitere legitime Forderung.

In einem Besuch beim am längsten inhaftierten Palästinenser Kareem Younis hatte dieser betont, dass die Hungerstreikenden ihren Kampf in den kommenden Tagen eskalieren würden, indem sie auch auf ihre bisher einzige Nahrungsquelle von Wasser und Salz verzichten werden. Die Gefängnisadministration (IPS) soll zudem in einigen Treffen versucht haben, die Hungerstreikenden davon zu überzeugen ihren Streik auszusetzen, damit über ihre Forderung diskutiert werden könnte. Die Gefangenen hätten dies abgelehnt. „Unsere Körper können uns kaum noch tragen, aber wir sind entschlossen [diesen Kampf] fortzufahren bis wir gesiegt haben. Dieser Schritt erfordert parallel eine Eskalation unseres Volkes und unserer Unterstützer, um diesen Kampf auszuweiten und überall hinzutragen“, rief Younis offensichtlich alle Palästinenser in Israel, dem Westjordanland und Gaza auf.

In einem Besuch beim streikenden Häftling Issam al-Froukh, inhaftiert im Nitzan Ramleh Gefängnis, betonte dieser, dass die israelische Gefängnisadministration (IPS) in einem geplanten Besuch seines Anwalts, diesem mitgeteilt habe, dass sich al-Froukh in einem anderen Gefängnis befände. Tatsächlich befand er sich nicht, wie behauptet, in einem anderen Gefängnis. Es gebe täglich Verlegungen von diesem Gefängnis in Krankenhäuser.

In einem Besuch eines dritten Häftlings, Amjad Abu Latifa im Eshel Gefängnis, das speziell für die Isolation hungerstreikender Häftlinge verwendet wird, gab er bekannt, dass die meisten streikenden Häftlinge an gravierendem Gewichtsverlust und Blutniederdruck leiden. Zudem sollen viele aufgrund von unzureichender Einnahme von Vitaminen an Hautkrankheiten, Ohnmacht und Muskelstraffung leiden. Gleichzeitig soll ein Teil des Gefängnisses zu einem Feldkrankenhaus umfunktioniert worden sein, in dem die Gefangenen gedemütigt und auf barbarische Art und Weise behandelt werden.

Das Komitee rief alle Unterstützer des Hungerstreikes dazu auf, sich am Mittwoch um 11 Uhr an den Solidaritätszelten in diversen Städten des Westjordanlandes und Gazas einzutreffen und um 20 Uhr an Solidaritätsmärschen teilzunehmen.