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Tausende nehmen an „March of Return“ teil Credit: Akram Drawshi / Activestills.org

Tausende Palästinenser gedenken der Nakba mit jährlichem „March of Return“

PNN/ Bethlehem/

Tausende Palästinenser nahmen am Dienstag am „March of Return“, der dieses Jahr im 1948 zerstörten, palästinensischen Dorf al-Kabri in Westerngaliläa stattfand, teil.

Die Protestierenden hielten palästinensische Flaggen hoch und sangen Slogans, die auf das „Recht der Rückkehr“ anspielten. Das „Recht der Rückkehr“, garantiert durch die UN Resolution 194, besagt, dass alle vertriebenen Palästinenser, die in Flüchtlingscamps im Westjordanland, Gazastreifen, Jordanien, Libanon und Syrien geflohen sind, weil ihre Dörfer während der Nakba zuhauf zerstört wurden, das Recht besitzen, wieder in ihre Dörfer im heutigen Israel zurückzukehren.

Weiterhin haben die Protestierenden in Angesicht des Massen-Hungerstreiks die knapp 1.500 inhaftierten Palästinenser, die für ihre vorenthaltenen Rechte in israelischen Gefängnissen streiken, gepriesen. Von ca. 6.500 inhaftierten Palästinensern in israelischen Gefängnissen sind diese vor 16 Tagen unter der Führung Israels wohl prominentesten, palästinensischen Gefangenen Marwan Barghouthi in den Hungerstreik getreten.

Der „March of Return“ wird seit 18 aufeinanderfolgenden Jahren immer in einem palästinensischen Dorf veranstaltet, das 1948 während der Nakba – Katastrophe, die sich auf die Massenvertreibung und Massenzerstörung von Palästinensern und ihrer Dörfer durch Israelis bezieht – zerstört wurde. Dieser wird meistens am israelischen Unabhängigkeitstag gefeiert, um der Katastrophe des einen Volkes aufgrund der Unabhängigkeitserklärung des anderen Volkes zu gedenken.

Der offizielle Gedenktag der Nakba ist allerdings der 15. Mai eines jeden Jahres.

Die israelische Polizei hatte Ende März seine Genehmigung für den Marsch zurückgenommen. Als Grund wurde der Mangel an Sicherheitspersonal genannt. Später jedoch einigten sich die Veranstalter und die israelische Polizei darauf, dass der Marsch wie gehabt am israelischen Unabhängigkeitstag stattfinden dürfe, stattdessen aber eine andere Route gewählt werden müsse.

Dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) zufolge wurden 1948 knapp 750.000 Palästinenser aus ihren Städten und Dörfern in Flüchtlingscamps im Westjordanland, Gazastreifen, Jordanien, Libanon und Syrien vertrieben. 70 Jahre später werden immer noch fünf Millionen palästinensische Flüchtlinge davon abgehalten in ihre Städte und Dörfer zurückzukehren, obwohl ihnen dieses Recht nach der UN-Resolution 194 zusteht.

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