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Hamas verurteilt drei Palästinenser wegen Mordes an Hamas Führer zum Tode

PNN/ Gaza/

Die in Gaza regierende Hamas Bewegung am Sonntag drei Palästinenser, die als Kollaborateure mit Israel Ende März den Mord an Mazen Fuqha, einem Top-Führer des bewaffneten Flügel der Hamas, der Izz al-Din al-Qassam Brigade, geplant und ausgeführt haben sollen, zum Tode verurteilt haben.

Zwei der Männer sollen gemäß dem Schuldspruch durch den Strang hingerichtet und ihr Komplize erschossen werden. Das Urteil kann nicht angefochten werden. Das Sicherheitsgericht der Hamas hatte außerdem in seinem Urteil bekanntgegeben die drei Angeklagten hätten gestanden, dass sie an der Ermordung Fuqhas, der am 24. März 2017 in Kopf und Brust geschossen wurde, beteiligt gewesen waren.

„Das Gericht hat die Drei, des Ausführens der Ermordung des Märtyrers Mazen Fuqha für schuldig befundenen, zum  Tode verurteilt“, so Brigadegeneral und Vorsitzender der militärischen Judikative der Hamas Naser Suleimen.

Einer der drei Angeklagten soll dabei die eigentliche Tat begannen und die anderen Beiden sollen israelischen Sicherheitsorganisationen Informationen zu Fuqha zugeführt haben. Daher wurden die 44- und 38-jährigen Männer der Kollaboration mit Israel für schuldig gesprochen. Bei den Verurteilten handelt es sich nach Angaben des Hamas-Innenministeriums um einen ehemaligen Hamas-Kämpfer, einen ehemaligen Sicherheitsoffizier und einen Gaza-Einwohner.

Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet, der häufig verdeckte Operationen gegen militante Palästinenser ausführt, wollte sich auf Nachfrage Reuters nicht zu den Behauptungen der Hamas äußern.

Fuqha wurde am Ende März mit vier Kugeln im Kopf, tot vor einem Wohnhaus im Südwesten Gaza Stadts aufgefunden. Nach Aussagen von Hamas-Offiziellen soll der Mord an Fuqha, durch gezielte Schüsse in den Kopf mit einer schallgedämpften Pistole, von Attentätern ausgeführt worden sein, die mit Israel „kollaboriert“ haben.

Fuqha, 38, war eine führende Persönlichkeit der Hamas im besetzten Westjordanland, bis er 2003 unter dem Vorwand Attacken auf Israel zu planen, zu neunfacher lebenslanger Haft verurteilt wurde. Bereits 2011 wurde er aber im Gilad Shalit Gefangenenaustausch mit knapp 1.000 anderen Palästinensern in den Gazastreifen entlassen.

Als Folge der Ermordung entschied sich die Regierung Gazas damals alle Ausgänge aus Gaza zu sperren, um dem Mörder keine Fluchtmöglichkeit zu bieten. Ein selten von palästinensischer Seite durchgeführter Schritt.

Seit ihrer Machtergreifung in Gaza im Jahre 2007 hat die Hamas Reuters zufolge 109 Menschen zum Tode verurteilt und 20 hingerichtet. Unter palästinensischem Gesetz ist im Falle der Todesstrafe der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas die letzte Instanz, die entscheiden kann, ob die Hinrichtung ausgeführt wird oder nicht.

(Reuters/dpa)

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