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Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas

Erstes Treffen mit US-Präsident Trump – Abbas kommt in Washington an

PNN/ Ramallah/

Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas ist am Dienstag in Washington D.C. gelandet. Dort soll er sich zum ersten Mal mit US-Präsident Trump treffen, um zu besprechen wie die Friedensgespräche zwischen Israel und Palästina wieder aufgenommen werden können.

Abbas soll der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa News Agency zufolge von Trump und US-Außenminister Rex Tillerson und weiteren Offiziellen der US-Regierung empfangen werden. Nach bilateralen Gesprächen sei eine gemeinsame Pressekonferenz und weitere Gespräche zwischen den Teams beider Präsidenten geplant.

Weiterhin soll sich Abbas mit Vertretern der palästinensischen Gemeinde, sowie führenden Personen der jüdischen Gemeinde in den USA treffen.

Die palästinensische Regierung hatte unmittelbar nach Trumps Amtsantritt vergeblich mehrmals versucht diesen zu erreichen. Der erste Kontakt entstand dann als Trump Anfang März Abbas in einem Telefongespräch in die US-Hauptstadt einlud.

Das Treffen zwischen den beiden Präsidenten findet also nach mehr als 100 Tagen seit Trumps Vereidigung statt. Dieser hat sich schon zweimal mit König Abdullah II. von Jordanien getroffen hat und mit den meisten führenden, arabischen Persönlichkeit am Telefon gesprochen, bevor er Anrufe des Palästinenserpräsidenten annahm.

Dr. Husam Zomlot, Hauptvertreter der PLO in Washington und einer der engsten Berater von Mahmoud Abbas, hatte kurz vor dem Treffen der beiden Präsidenten in einem Interview mit der israelischen Zeitung Haaretz gesagt, dass Abbas eine „historische Möglichkeit“, unter Trumps Führung ein Friedensabkommen zu schaffen, sieht.

Außerdem gab Abbas vor einigen Tagen bekannt, dass er bereit sei sich mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu unter amerikanischer Aufsicht in Washington zu treffen, um Wege zur Wiederbelebung der Friedensverhandlungen zu diskutieren.

„Ich bin jederzeit bereit mich mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu unter Präsident Trumps Aufsicht zu treffen“, so Abbas in einem Interview mit der japanischen Zeitung The Asahi Shimbun.

In Hinblick auf den Massen-Hungerstreik knapp 1.500 inhaftierter Palästinenser, der heute seit 16 Tagen läuft, gehen Analysten davon aus, dass das Treffen zwischen den beiden Präsidenten zu einem passenden Zeitpunkt stattfindet, weil neben den Bemühungen um die Friedensverhandlungen auch dieses Thema angesprochen werden kann. So hat Jamal Muhsen, Mitglied des zentralen Komitees der Fatah bei einem Protest in Ramallah am Montag gesagt, dass Abbas den Hungerstreik bei seinem Treffen mit Trump ansprechen werde.