Abbas bei Trump in Washington – Was haben sie besprochen?

PNN/ Washington/

In ihrem ersten Treffen seit Antritt der neuen US-Administration verspricht US-Präsident Donald Trump seinem palästinensischen Pendant Mahmoud Abbas mit „was auch immer nötig sei“ dabei zu helfen ein palästinensisch-israelisches Friedensabkommen zu erreichen. Er lobte Abbas für seine Denunziation von Terrorismus und seine Unterschrift bei den Oslo Abkommen aus dem Jahre 1993. Trump wolle Abbas außerdem dabei helfen „der palästinensische Führer zu sein, der das endgültige Friedensabkommen [mit Israel] unterzeichnet“.

In der gemeinsamen Pressekonferenz im Weißen Haus fügt Trump in seiner Stellungnahme hinzu, dass ein Frieden nicht von einem Dritten aufgedrängt werden könne, nicht einmal von den Vereinigten Staaten. Ein Frieden müsse direkt zwischen den beiden Betroffenen, Israel und Palästina, erarbeitet und verhandelt werden. Trump jedoch würde gerne als „Vermittler, Schiedsmann und Moderator“ bei den Verhandlungen beider Parteien helfen.

Weiterhin lobte der US-Präsident Abbas für die Sicherheitskoordination zwischen palästinensischen Sicherheitskräften im Westjordanland und Israel. „Ich beklatsche sie [dafür] … sie kommen unglaublich gut miteinander zurecht. Sie arbeiten wunderbar miteinander zusammen.“ Er führt aus, dass er bei Treffen der Beiden dabei war und „überrascht“ gewesen sei, „wie gut sie tatsächlich miteinander zurechtkommen“.

Er hoffe jedoch, dass Abbas gegen Anstiftungen und Hass vorgeht und das solch ein Hass für lange Zeit ausbliebe. Abbas versicherte Trump in seiner Stellungnahme, dass „wir [Palästinenser] unsere Jungend, unsere Kinder, unsere Enkel in einer Kultur des Friedens großziehen“.

Abbas fügte hinzu, dass sie sich bemühen Sicherheit, Freiheit und Frieden für ihre Kinder zu schaffen, damit diese wie die anderen Kinder der Welt und mit israelischen Kindern in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben können – in einem palästinensischen Staat in den Grenzen von 1967 und Ost-Jerusalem als seine Hauptstadt. Zwei Staaten, die in Frieden und Stabilität als Nachbarn zusammenleben.

„Es ist an der Zeit, dass Israel seine Besatzung unseres Volkes und unseres Landes nach 50 Jahren beendet. Wir sind das einzig verbliebene Volk der Welt, das noch unter Besatzung lebt. Wir sind ehrgeizig und wollen unsere Freiheit, unsere Würde und unser Recht zur Selbstbestimmung, und wir wollen, dass Israel den palästinensischen Staat anerkennt, genau so wie Palästinenser den Staat Israel anerkennen“, so Abbas.

In seiner täglichen Presseunterrichtung am Mittwoch hat Sean Spicer, Sprecher des Weißen Hauses, gesagt, dass die beiden Präsidenten in ihrem gemeinsamen Treffen Wege zur Förderung des Friedensprozess‘ und Schritte zur Stärkung der palästinensischen Wirtschaft diskutiert hätten. Außerdem soll Trump den Palästinenserpräsidenten auf die umstrittenen Zahlungen an Familien palästinensischer Terroristen in israelischen Gefängnissen angesprochen und gebeten haben, dieses Problem zu beseitigen.

Trump freue sich auch in Zukunft Abbas im Zeichen ihrer sehr speziellen Partnerschaft als Gastgeber zu empfangen.

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