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Tatort an der Kreuzung nahe der illegalen Siedlung Ofra

Mutmaßliche Auto-Attacke – Israelischer Soldat stirbt, ein Weiterer verletzt

PNN/ Ramallah/

In einer mutmaßlichen Auto-Attacke sterben ein israelischer Soldat und ein weiterer Israeli wird verletzt. Der Fahrer des Autos, ein Palästinenser, wird am Tatort an einer Kreuzung in der Nähe zur illegalen Siedlung Ofra im Westjordanland festgenommen.

Der 21-jährige Palästinenser Malik Ahmed Hamed soll am Donnerstagmorgen mit seinem Auto in eine Bushaltestelle in der Nähe zur illegalen Siedlung Ofra im Westjordanland gerast sein und dabei dem Soldaten Elichai Taharlev, 20, der Golani-Brigade das Leben genommen und einen Weiteren verletzt haben.

Nach Angaben der israelischen Zeitung Haaretz sollen israelische Kräfte nach dem Vorfall das Haus von Hameds Familie in Silwad, eine Stadt nordöstlich von Ramallah, gestürmt und diese zu Hamed befragt haben. In dem Zusammenhang soll die Familie den Sicherheitsbeauftragten gesagt haben, dass er die Attacke aus politischer Motivation ausgeführt haben soll.

Die Hamas hat die Attacke gelobt und gesagt, dass „sie eine Reaktion auf die Verbrechen der Besatzer ist“. Gleichzeitig zeige diese Attacke, dass die „Intifada sich weiter ausbreitet“.

Intifada ist das arabische Wort für „aufbegehren, sich erheben“ und weist in diesem Fall auf die Gewaltwelle hin, die im Oktober 2015 in Jerusalem gestartet ist. Deshalb bezeichnen sie viele Palästinenser als die „Jerusalem Intifada“.

Hazem Qassem, ein Sprecher der Hamas, hat in einer Stellungnahme hinzugefügt, dass die „Attacke beweist, dass israelische Armee und Siedler nicht sicher sind, solange [Palästinensern ihre] Rechte verweigert werden, unser Land besetzt ist und unsere Leute und Heiligtümer angegriffen und geschändet werden“. Weiterhin „betonen solche Vorfälle die Entscheidung der Palästinenser Widerstandstand zu leisten bis die Besatzung beendet wurde“, so Qassam und ruft führende Palästinenser dazu auf die „Intifada als Pflicht und nationale Priorität“ zu unterstützen.

Hamed soll bereits vier Monate in einem israelischen Gefängnis verbracht haben, als er 2015 dabei erwischt wurde, wie er den Zaun der illegalen Siedlung Adam erklomm.

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